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Mit ‘Prof. Dr. Leif Edvinsson’ getaggte Artikel

Flucht in Humanwerte

In Beziehungskapital, Humankapital, Strukturkapital, Wissensbilanz, Wissensbilanzen am 15. Oktober 2008 um 20:46
Prof. DI Günter Koch / Sedat Özcelik / Prof. Dr. Leif Edvinsson

Prof. DI Günter Koch / Sedat Özcelik / Prof. Dr. Leif Edvinsson

Prof. DI Günter Koch / Sedat Özcelik / Prof. Dr. Leif Edvinsson

Die aktuelle Situation im Oktober 2008 zeigt ganz klar: Der Fokus der vergangenen Jahrzehnte lag zu stark auf den finanziellen Werten, weniger auf den Humanwerten und dem Immateriellen. Nun wird gefordert, dass sich die Regeln für eine Bilanz ändern müssen, um mehr Spielraum zu erlangen. Spätestens seit der Einführung des BilMoG (Bilanzmodernisierungsgesetzes) in diesem Jahr gewannen Humanwerte an Bedeutung. Die Zahlenwerte der Unternehmen wiesen meist deutliche Differenzen zum wirklichen Wert und auch den Aktienkursen auf. Warum?

Personal wurde immer nur finanziell als Kostenerzeuger erfasst, obwohl die „Mitarbeiter als höchstes Gut des Unternehmens“ gelobt wurden. „People Management“ wird international gefordert, aber die Personalabteilung meint man damit weniger (s. Deloitte-Studie „Aligned at the Top“). Fundierte Personalstrategien sind heute mehr denn je gefragt. Die Bewertung von Humanwerten wird zum Muss.

Der Vertrauensverlust in die Finanzwerte wird zu einer Flucht in die Humanwerte führen. Qualifikation zählt und muss nicht nur professionell „gemanagt“, sondern auch zertifizierbar bewertet werden. Die Wertansätze müssen sich dabei am Arbeitsmarkt orientieren. Für eine neue strategische Unternehmensanalyse ist eine quantifizierbare und aussagekräftige Bewertung des Humankapitals unerlässlich . Alle daraus abgeleiteten personalwirtschaftlichen (Entwicklungs-) Maßnahmen lassen sich dann anhand von messbaren Größen controllingfähig beschreiben.

Genau hierfür haben in den letzten Jahren wir eine Lösung entwickelt: Das Seneca System

Seneca ermöglicht die Bewertung von Humankapital: Qualifikationen werden in Euro bewertet. Ebenso können andere immaterielle Werte im Struktur- und Beziehungskapital ermittelt werden. Das Ganze ergibt eine Wissensbilanz nach neuem Muster: die Wissensbilanz 2.0 (Lindner/Koch/Özcelik). Diese neue Art der Wissensbilanzierung erlaubt die Abbildung immaterieller Werte in Form des klassischen T-Kontenmodells mit echten Werten. Damit ist die Brücke zur klassischen Bilanz geschlagen. Als Folge wird mit der Wissensbilanz 2.0 die Personalabteilung stärker, da sie endlich auf Augenhöhe mit dem Rechnungswesen zusammenarbeiten kann.

Die Flucht in Humanwerte hat begonnen. – Prof. Dr. Hans-Günter Lindner

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